Allgemeine Geschäftsbedingungen
sigodata systems UG (haftungsbeschränkt) · Oldenburger Ring 9 · 16341 Panketal · Deutschland
Telefon: +49 30 94413810 · E-Mail: info@sigodata-systems.de
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der sigodata systems UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „sigodata") und ihren Kunden über die Nutzung von Software-as-a-Service (SaaS)-Anwendungen, IT-Support-Leistungen, Datenschutzberatung sowie sonstigen digitalen Dienstleistungen.
Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, sigodata stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu. Diese AGB gelten auch dann, wenn sigodata in Kenntnis entgegenstehender oder abweichender Bedingungen des Kunden die Leistungen vorbehaltlos erbringt.
§ 2 Vertragsschluss
Angebote von sigodata sind freibleibend und unverbindlich. Ein Vertrag kommt zustande durch:
- schriftliche Auftragsbestätigung durch sigodata per E-Mail, oder
- Beginn der Leistungserbringung durch sigodata nach Eingang einer Bestellung, oder
- Aktivierung eines Kundenkontos im sigodata-Portal nach Registrierung und Freischaltung.
Der Kunde versichert, dass die bei der Registrierung angegebenen Daten vollständig und korrekt sind.
§ 3 Leistungsumfang
sigodata erbringt die vertraglich vereinbarten Leistungen nach dem aktuellen Stand der Technik. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung, dem Angebot oder dem individuellen Servicevertrag.
sigodata ist berechtigt, Leistungen durch qualifizierte Dritte erbringen zu lassen, sofern dies für den Kunden zumutbar ist und datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt werden.
Änderungen des Leistungsumfangs bedürfen der schriftlichen Vereinbarung. sigodata behält sich vor, den Funktionsumfang von SaaS-Anwendungen weiterzuentwickeln und zu verbessern, sofern dies den Kunden nicht wesentlich beeinträchtigt.
§ 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen
Die Vergütung für sigodata-Apps richtet sich nach den jeweiligen Preisen und Bedingungen des genutzten App-Stores (Google Play Store, Apple App Store oder sonstiger Vertriebsplattform). Käufe, Abonnements und In-App-Käufe über diese Plattformen unterliegen ausschließlich den Nutzungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten des jeweiligen Plattformbetreibers. sigodata hat auf diese Prozesse keinen Einfluss und ist nicht Vertragspartner bei plattformseitigen Zahlungsvorgängen.
Für alle sonstigen Leistungen von sigodata – insbesondere IT-Support, Datenschutzberatung und individuelle Softwareprojekte – gelten die im jeweiligen Einzel- oder Servicevertrag vereinbarten Konditionen. Diese werden stets gesondert schriftlich vereinbart und sind nicht Bestandteil dieser AGB.
Soweit sigodata Rechnungen stellt, sind diese innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen. Bei Zahlungsverzug ist sigodata berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz gemäß § 288 Abs. 2 BGB zu berechnen. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.
§ 5 Vertragslaufzeit und Kündigung
Für sigodata-Apps über App-Stores richten sich Laufzeit und Kündigung ausschließlich nach den Bedingungen der jeweiligen Plattform (Google Play, Apple App Store). sigodata hat auf diese Vertragsverhältnisse keinen Einfluss.
Für individuelle Service- und Beratungsverträge gelten die im jeweiligen Vertrag vereinbarten Laufzeiten und Kündigungsfristen. Sofern keine abweichende Regelung getroffen wurde, können solche Verträge von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen schriftlich gekündigt werden.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt in allen Fällen unberührt. Ein wichtiger Grund für sigodata liegt insbesondere vor, wenn der Kunde mit vereinbarten Zahlungen erheblich in Verzug gerät oder gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt.
Kündigungen von Serviceverträgen bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Nach Vertragsende werden Kundendaten aus dem sigodata-Portal innerhalb von 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 6 Pflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich:
- die Zugangsdaten zum sigodata-Portal vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben
- sigodata unverzüglich zu informieren, wenn ein Missbrauch der Zugangsdaten vermutet wird
- die vereinbarten Leistungen nur für rechtmäßige Zwecke zu nutzen
- keine Inhalte einzustellen, die gegen geltendes Recht, insbesondere Datenschutzrecht, verstoßen
- für eine ausreichende Datensicherung auf seiner Seite zu sorgen
§ 7 Verfügbarkeit und Wartung
sigodata strebt eine Verfügbarkeit der SaaS-Dienste von 99 % im Monatsmittel an. Hiervon ausgenommen sind Zeiten für Wartungsarbeiten, die sigodata nach Möglichkeit außerhalb der Hauptnutzungszeiten (werktags 8–18 Uhr) durchführt.
Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden mindestens 24 Stunden im Voraus per E-Mail oder Systemmeldung angekündigt. sigodata haftet nicht für Ausfälle, die auf höhere Gewalt, Ausfälle beim Hosting-Anbieter oder Netzstörungen zurückzuführen sind.
§ 8 Datenschutz und Datensicherheit
sigodata verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich zur Vertragserfüllung und gemäß der geltenden Datenschutzgesetze, insbesondere der DSGVO. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
Soweit sigodata im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.
sigodata trifft geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) zum Schutz der Kundendaten gemäß Art. 32 DSGVO.
§ 9 Haftungsbeschränkung
sigodata haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet sigodata nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, maximal jedoch auf den im individuellen Vertrag vereinbarten Jahreswert der betroffenen Leistung.
Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung von Mitarbeitern, Vertretern und Organen von sigodata.
§ 10 Geistiges Eigentum
Alle Rechte an den von sigodata entwickelten Software-Anwendungen, Dokumentationen und sonstigen Werken verbleiben bei sigodata. Dem Kunden wird für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den vereinbarten Leistungen eingeräumt.
Der Kunde darf die Software nicht kopieren, dekompilieren, disassemblieren oder anderweitig versuchen, den Quellcode zu ermitteln, soweit dies nicht gesetzlich ausdrücklich erlaubt ist.
§ 11 Kauf digitaler Produkte (Vorlagenpakete)
Für den Kauf digitaler Produkte (z. B. das Datenschutz-Starterpaket) gelten ergänzend: Die Lieferung erfolgt digital per E-Mail an die vom Kunden angegebene Adresse, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Bestellung. Die Zahlung erfolgt nach Erhalt per Überweisung gemäß Rechnung. Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den eigenen Betrieb; die Weitergabe an Dritte, der Weiterverkauf und die öffentliche Zugänglichmachung der Vorlagen sind nicht gestattet.
Widerrufsrecht für Verbraucher: Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Bei digitalen Inhalten erlischt das Widerrufsrecht, wenn sigodata mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts bestätigt hat (§ 356 Abs. 5 BGB). Diese Zustimmung wird im Bestellprozess ausdrücklich abgefragt. Gegenüber Unternehmern besteht kein Widerrufsrecht. Einzelheiten, die vollständige Belehrung und das Muster-Widerrufsformular finden Sie in unserer Widerrufsbelehrung. Verbraucher können ihren Widerruf zudem jederzeit über unsere elektronische Widerrufsfunktion erklären; sie erhalten darüber unverzüglich eine Eingangsbestätigung.
Die Vorlagen geben bewährte Praxis wieder und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall; sie sind vor der Verwendung an den eigenen Betrieb anzupassen.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Berlin.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. sigodata behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 4 Wochen zu ändern. Der Kunde gilt als einverstanden, wenn er nicht innerhalb dieser Frist widerspricht.